Termine

  • Di
    19
    Jun
    2018
    20:00Cafe DeCentral

     

    Im Vorlauf zu den Protesten gegen die EU Sicherheitsgipfel in Innsbruck und Salzburg zeigen wir die Doku "Im inneren Kreis". Ein Film von Hannes Obens und Claudia Morar, 2017, 86 Minuten.

    Einlass 20 Uhr, Filmbeginn 21 Uhr!

    "Im inneren Kreis" erzählt von den Ereignissen rund um verdeckte Ermittler*innen, die über Jahre Teile der linken Szene Hamburgs und Heidelbergs ausspionierten und im Jahr 2014 aufflogen. Betroffen waren vor allem die Szene rund um das Hamburger Zentrum „Rote Flora“ und studentische Gruppen in Heidelberg.

    Iris P. führte enge Freundschaften und ging intime Beziehungen mit Menschen ein, die sie zugleich ausspionierte. Als verdeckte Ermittlerin "Iris Schneider" bespitzelte sie jahrelang die linke Szene und die "Rote Flora" in Hamburg aus. Nach ihrer medienwirksamen Enttarnung im Jahr 2014 flogen innerhalb von 18 Monaten zwei weitere Verdeckte Ermittlerinnen in Hamburg auf: Maria B. (Tarnname "Maria Block") und Astrid O. (alias "Astrid Schütt").

    Und auch im idyllischen Heidelberg hat sich der Polizist Simon B. 2010 eigens an der Universität immatrikuliert, um linke Studierende auszuspähen, die nicht im Traum damit gerechnet hätten, einmal ins Fadenkreuz staatlicher Überwachung zu geraten. Was bedeutet die meist abstrakt scheinende Überwachung durch verdeckte ErmittlerInnen wirklich?

    Was bedeutet die meist abstrakt scheinende Überwachung wirklich? IM INNEREN KREIS nähert sich diesen aktuellen und komplexen Fragen auf einer sehr persönlichen und konkreten Art: Welche Folgen hat Überwachung für Einzelne und für die gesamte Gesellschaft? Wie wirkt sich die Bespitzelung auf den Alltag und das Umfeld von linken GenossInnen aus? Eindrucksvoll erzählen die ProtagonistInnen aus ganz unterschiedlichen Perspektiven ihre Geschichten.

    http://www.iminnerenkreis-doku.de/

  • Di
    26
    Jun
    2018
    19:30Treibhaus

     

    Überlegungen zur Auslagerung der europäischen Migrationsabwehr

    Vortragender: Gilles Reckinger

    Die Geschichte der europäischen Grenzregime ist eine lange. Seit Mitte der 1980er Jahre wurde von den europäischen Innenminister*innen und Außenminister*innen sukzessive an einer europäischen Migrationsabwehr gebaut: in Form der zunehmenden Militarisierung der EU Außengrenzen, dem Einsatz eines eigenen Grenzschutzkommandos und der Externalisierung der EU-Außengrenzen. Kontinuierliche Menschenrechtsverletzungen sind Teil dieser ständigen Erweiterung, die schon lange von den EU- Verantwortlichen in Kauf genommen werden.
    Die Ausführungen von Gilles Reckinger versuchen anhand von Beispielen die Ambivalenzen der Auslagerung der europäischen Außengrenzen nachzuzeichnen sowie die gewalttätigen Dynamiken zu benennen, die hinter dem Begriff der Externalisierung stehen. Die Folgen dieser Menschenrechte missachtenden Politik schildert er u. a. auch in Form von Zeug*innenberichten von geflüchteten Menschen, denen er begegnet ist.

    Zur Person: Zwischen 2009 und 2012 führte Gilles Reckinger eine durch den Fonds Culturel National (Luxemburg) geförderte und mit dem Theodor-Körner-Preis ausgezeichnete ethnographische Arbeit auf der Insel Lampedusa durch. Seit 1. Oktober 2013 ist er Professor für Interkulturelle Kommunikations- und Risikoforschung an der Universität Innsbruck.

  • Mo
    02
    Jul
    2018
    19.30 - 21-30IT Syndicat

     

    Das IT Syndikat, der Innsbrucker Hackerspace, öffnet am 2. Juli seine Türen. Hier kannst du dich mit den Hackern und Haecksen vor Ort über digitale Selbstverteidigung austauschen und deine Privatsphäre selbst in die Hand nehmen. Nimm selber Laptop und so mit, wenn du Hilfe brauchts, wie du sicherer leben und arbeiten kannst...

    Wo? IT Syndicat Innsbruck, Tschamlerstraße 3

  • Di
    03
    Jul
    2018
    19:30Treibhaus

     

    Vortrag & Diskussion mit Herbert Gnauer von epicenter.works

    Seit Anfang Juni 2018 sind die ersten Maßnahmen des Überwachungspakets der österreichen Bundesregierung in Kraft. Mit "Quick Freeze" gibt es eine neue Form das Vorratsdatenspeicherung, weitreichende Überwachung im Straßenverkehr ist nun ebenso Realität wie die Einschränkung des Briefgeheimnisses. Parallel zur Ausweitung der Überwachung betreibt Schwarz-Blau den Abbau des Datenschutzes. Bei der heimischen Umsetzung der EU-Datenschutzgrundverordnung werden die hohen Standards unterschritten.

    Mit der Haltung "Mehr Überwachung, weniger (Daten-)Schutz" startet Österreich in die EU-Ratspräsidentschaft. Es steht zu befürchten, dass die großen Themen, die in den nächsten Monaten auf der europäischen Agenda stehen, ebenfalls in diesem Geiste angegangen werden. Mit der Reform des EU-Urheberrechts soll eine umfassende Zensurmöglichkeit (Stichwort: Uploadfilter) eingeführt werden. Die Verhandlungen zur E-Privacy-Verordnung stocken seit Monaten. Weitere Überwachungsmaßnahmen und ein stark vereinfachter Zugriff auf personenbezogene Daten für Polizeibehörden werden diskutiert.

    Herbert Gnauer von der Grundrechts-NGO epicenter.works gibt einen Überblick über die aktuellen netzpolitischen Themen und zeigt auf, wie wir als Zivilgesellschaft aktiv werden können.

    Der Verein Epizentrum - Plattform für grundrechtsbasierte Zukunftspolitik (kurz epicenter.works) (früher Arbeitskreis Vorratsdaten Österreich oder kurz AKVorrat.at) wurde im Februar 2010 als Verein mit Sitz in Wien gegründet. Neben dem konkreten Vereinsziel, die Vorratsdatenspeicherung zu bekämpfen und somit die Grundrechte zu wahren, fordert der AKVorrat.at zudem, sämtliche der immer zahlreicher werdenden Antiterrorgesetze einer Überprüfung zu unterziehen. Der Verein versteht sich selbst als offene Plattform gegen die Vorratsdatenspeicherung, auf welcher Informationen, Argumente und Materialien gesammelt, Aktionen geplant und Kontakte aufgebaut werden.

  • Mi
    04
    Jul
    2018
    20:00Café DeCentral

     

    Vortrag & Diskussion mit der Plattform Radikale Linke

    /// Anschließend noch Auflegerei und Soliumtrunk mit DJ @SSIMO! ///

    Am 20. September wollen sich die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union in Salzburg zu einem informellen Gipfel zu den Themen „Innere Sicherheit“ und „Bekämpfung der illegalen Migration“ zusammenfinden. Im Zuge der Ratspräsidentschaft, die Österreich ab der zweiten Jahreshälfte 2018 innehat, will das autoritär-konservative bis rechtsextreme Regierungsprojekt aus ÖVP und FPÖ seine Politik der Abschottung nach außen und der sozialen Kontrolle und Disziplinierung nach innen auf die europäische Ebene tragen.

    Spätestens seit 2015 ist die österreichische Regierung insbesondere bei der aggressiven Abwehr von Zuwanderung ein treibender Faktor in der EU und war z.B. für die „Schließung der Balkanroute“ maßgeblich verantwortlich. Die Konsequenzen dieser Politik sind über Europa hinaus spürbar: Die Abschottung der europäischen Grenzen beruht auf der Zusammenarbeit mit autoritären Regimen wie der Türkei oder Milizen in Libyen. Sie produziert massives Elend und Gewalt gegen Menschen auf der Flucht.

    Wenn die Staats- und Regierungschefs der EU in Salzburg über die Zukunft der Europäischen Union beraten und damit die immer autoritärere Durchsetzung des Wettbewerbs durch Ausschluss und Disziplinierung meinen, laden wir als „Plattform Radikale Linke“ und als kommunistisches „…umsGanze!-Bündnis“ die Europäische Linke ein, dort sichtbar zu sein und mitzumischen.

    In unserem Vortrag werden wir über die neuesten politischen Entwicklungen in Österreich als Beispiel für autoritäre Tendenzen in ganz Europa sprechen. Wir werden über die Verbindungen des Grenzregimes und der Politik der “innere Sicherheit” diskutieren, und wie es der extremen Rechten gelingen konnte, die Hegemoniekrise der EU für ihren Aufstieg zu nutzen.

    Wenn sich die Staats- und Regierungschefs der EU in Salzburg treffen, wollen wir als Bündnis der Vielen gemeinsam auf die Straße gehen. Unsere unterschiedlichen Kämpfe haben einen gemeinsamen Nenner:
    Ein gutes Leben für alle ist nur jenseits des Kapitalismus zu haben!

    Mehr Infos unter: https://summit-salzburg.mobi

    Platform Radikale Linke

  • Mi
    11
    Jul
    2018
    15:00 – 21:00Vogelweide / Waltherpark

     

    Wir laden zur Vogelweide in den Waltherpark um einen öffentlichen Treffpunkt für  für Aktivist*innen, Passant*innen und Parkbenützer*innen. Dort könnt ihr euch nicht nur informieren  und austauschen sondern wir wollen euch auch auch in rebellische Stimmung für die Proteste gegen den EU Sicherheitsgipfel versetzen. Neben Redebeiträgen, Vorträgen, Bücher- und Infotischen werdet ihr mit veganem Essen und kühlen Getränken versorgt. Das queerfeministische YOLO Collective! sorgt für die musikalische Umrahmung...

    Büchertisch von BAHOE BOOKS

    bahoe books ist ein Verlag in Selbstverwaltung aus Wien und Thessaloniki. Der Schwerpunkt der Publikationstätigkeit liegt auf der aufständischen und revolutionären Geschichte der europäischen Arbeiterbewegung, ihrer Kritik der politischen Ökonomie, sowie der Herausgabe von Biographien, Romanen, Novellen und Graphic Novels zu verwandten Themen. 

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    “Geistige Landesverteidigung” und “Herrschaft durch Wertesysteme”. Wie sich wehren dermaßen regiert zu werden? - Vortrag & Diskussion mit der IG DazDaf Basisbildung

    Ein Anliegen der geistigen Landesverteidigung ist es, nationalisierende Diskurse und Praktiken gesellschaftlich zu implementieren mit dem Zweck der Herstellung gesellschaftlicher Resilienz: Basierend auf dem Narrativ von „gemeinsamen Werten“ soll der Wille zur Verteidigungsbereitschaft in der Bevölkerung eben dieser – laut Integrationsgesetz nicht zur Disposition stehenden – „Werte“ forciert und damit eine Grundlage und Realität erzeugt werden, die die Festigung sozialer Ordnung mittels politischer Bildung sicherstellen und legitimieren soll. Als ausführende Akteur*innen dieser Politik sind vor allem auch wir, als Bildungsarbeiter*innen, angesprochen.

    Wir stehen für wertschätzende Lehr- und Lernbedingungen und für die Abschaffung menschenverachtender Aufenthalts- und Asylgesetze!

    Was können wir tun: Wir arbeiten an einer bundesweiten Vernetzung, die in vielfältigen widerständigen Aktionsformen auf sich aufmerksam macht und gesellschaftlich eingreift, um autoritäre, demokratiefeindliche und repressive hierarchische Vorgaben zu bekämpfen.

    igdazdafbasisbildung.noblogs.org

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    Infos zur Location: www.vogelweide.org

  • Mi
    11
    Jul
    2018
    21:30Cinematograph

     

    Österreich-Premiere mit Regie- und Publikumsdiskussion

    Ertrunkene Flüchtlinge im Mittelmeer. Jennys Bande schaut nicht mehr zu. Und handelt. Doch als Jennys Vater deren militante Ambitionen herausfindet, muss er sich seiner eigenen Vergangenheit als Mitglied einer Stadtguerillagruppe stellen. Der Deckname „Jenny“ und dessen klare Zuordnung verschwimmt um so mehr, je gefährlicher es für alle Beteiligten wird.

    Eine Geschichte zwischen Liebe und Verrat, Hoffnung und Resignation, Widerstand und Freundschaft.

    Mit der Musik von Guts Pie Earshot // Nomi & Aino

    Deckname Jenny (2018)
    Deutschland | Drama
    Regie: Samira Fansa

    Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=uK7tk62l1Z4
    Webseite: https://jenny.in-berlin.de/

  • Do
    12
    Jul
    2018
    18:00Annasäule

     

    Komm zum antiautoritären #nosigi Block!
    18.30 Stockkampf live!
    Anschließend Demozug durch die Innenstadt!

    Vom 11. bis 13. Juli 2018 treffen sich die EU Innen- und Justizminister_innen zu einem informellen Gipfel in Innsbruck, wo unter Ausschluss der Öffentlichkeit Themen wie “Innere Sicherheit”, “Extremismusbekämpfung” und der „Schutz der EU-Außengrenzen“ besprochen werden.

    Doch um welche Sicherheit und welchen Schutz geht es eigentlich? Es geht um den Schutz eines kapitalistischen Wirtschaftssystems, das Menschen global ausbeutet und vielerorts zur Flucht zwingt, um Sicherheit in Form von Kontrolle und Überwachung. Ziel ist also der Schutz von Gewaltverhältnissen, die Ausbeutung, soziale Ungleichheit, Unterdrückung und den Tod von Menschen in Kauf nehmen. Diese „Sicherheit“ bedeutet eine Militarisierung und Abschottung nach außen und eine autoritäre Überwachung (Vorratsdatenspeicherung, Abhören, Bespitzeln) nach innen.

    Die Brutalität des Grenzregimes zeigt sich in der Folterung und Versklavung von flüchtenden Menschen in Libyen, dem Ertrinken von jährlich tausenden Menschen im Mittelmeer oder dem Schulterschluss mit der menschenverachtenden Erdogan-Diktatur mit dem Ziel, die Mauern der Festung Europa nach außen zu verlagern. Das herrschende Verständnis von „Innerer Sicherheit“ führt zu einer immer weiteren Verschärfung der Repression – vom neuen Polizeiaufgabenaufgabengesetz (PAG) in Bayern bis hin zur absurd aufwändigen Überwachung des Rapoldiparks in Innsbruck.

    Sind dies tatsächlich die Sicherheit und der Schutz, die menschenwürdiges Leben ermöglichen? Wo bleibt die soziale Sicherheit, die Sicherheit von flüchtenden Menschen? Der Schutz der Umwelt, der Schutz vor Ausbeutung und Unterdrückung?

    Gegen die Festung Europa! Kämpfen wir für unsere Freiheit!
    Für eine Gesellschaft, die für jeden Menschen ein würdevolles Leben ermöglicht und nicht nur für wenige!
    Für eine Gesellschaft ohne Grenzen, die soziale Sicherheit für ALLE bietet!